"Spitze oder teurer" - wie diese Schlagworte im Vergleich aussehen

Kommunalpolitik

"Lenting mit an der Spitze" lautete die Überschrift eines Leserbriefs am 27. November vergangenen Jahres im Donaukurier. Sah doch recht gut aus, war aber negativ gemeint. Allerdings war der Leserbrief der Lentinger CSU-Fraktion auch nicht aufrichtig, sollte er doch den Eindruck erwecken, als wäre Lenting eine sündhaft teure Gemeinde, die ihre Bürger abzockt. Die CSU war eben sauer, weil die Gebühren für Friedhofsgräber um 50 Prozent angehoben wurden, und nicht wie sie wollte um 25 Prozent.

In der Realität der Zahlen sieht diese als "übertriebene Forderung" bezeichnete Gebühr für ein Einzelgrab (zwei Personen) allerdings so aus: Gebühr jetzt jährlich 24 Euro, bisher (seit 1991) 16 Euro. Macht also eine Erhöhung um 8 Euro aus - das sind pro Monat 66 Cent! Beim Familiengrab (vier Personen) geht es um die doppelte Summe. Bei der neuen Urnenwand (Investitionssumme rund 80.000 Euro) wollte die CSU um 10 Euro niedrigere, als "maßvoller Bezeichnete Gebühren. Diese Gebührenminderung müßte allerdings die Allgemeinheit bezahlen. Auch die Rechtsaufsicht aus dem Landratsamt Eichstätt rügt diese Gebührenpraxis bei ihren jährlichen Haushaltsprüfungen immer wieder, wiel die Einnahmen aus der Friedhofsverwaltung die Ausgaben nicht decken. Da findet sich in dem Leserbrief noch eine andere Feststellung: "Lediglich eine Gemeinde ist teurer, die anderen umliegenden Gemeinden sind zum Teil deutlich günstiger." Ende Zitat. So "deutlich günstiger sind die Gemeinden um Lenting nun wirklich nicht. Bei der erwähnten "teureren Gemeinde" handelt es sich um den Markt Gaimersheim. Das ist ja direkt eine Watschn für dessen nicht genannten Bürgermeister und CSU-Landratskandidaten Anton Knapp. Im Vergleich sieht es beim Einzelgrab so aus:
  • Gaimersheim: 40 Euro
  • Lenting: 24 Euro
  • Stammham: 21 Euro
  • Hepberg. 20 Euro
  • Wettstetten: 19 Euro
  • Kösching. 5 Euro
Weil wir grade beim Thema sind, noch ein Vergleich. Die aktuellen Wasserpreise in den Vergleichsgemeinden in Euro pro Kubikmeter, ohne die Mehrwertsteuer (zu bemerken ist in diesem Zusammenhang, daß die Gemeinden Hepberg und Stammham ihr Trinkwasser aus Lenting bezeihen, Wettstetten aus Ingolstadt):
  • Wettstetten. 1,35 Euro
  • Gaimersheim: 1,20 Euro
  • Stammham. 0,95 Euro
  • Hepberg: 0,87 Euro
  • Lenting: 0,84 Euro
  • Kösching: 0,82 Euro
Auch bei der Haus- und Grundsteuer sind die Unterschiede teils erheblich. Als Grundsteuer B für Wohnhäuser zahlt der Hausbesitzer in Ingolstadt gemäß einem Hebesatz von 460 Prozent. Das ist Spitze! Die genannten vergleichbaren Gemeinden haben folgende, für die Berechnung der Steuer maßgebliche Sätze:
  • Wettstetten: 325 %
  • Hepberg: 320 %
  • Stammham. 310 %
  • Kösching: 300 %
  • Gaimersheim. 300 %
  • Lenting: 275 %
Gebühren in Lenting: bürgerfreundlich - sozial - solide
 
 

Aktuelles

Bundeskanzlerin Merkel und FDP-Chef Lindner haben zur Digitalisierung Deutschlands in den letzten Monaten große Ankündigungen gemacht. Davon ist bei den "Jamaika"-Sondierungen wenig zu sehen, kritisiert Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Mit "Trippelschritten" könne Deutschland seinen gewaltigen Rückstand nicht aufholen. "Im Bereich Digitalisierung wagt Jamaika keinen großen Wurf. Das Zukunftsthema Nummer eins wird wie ein Randthema behandelt.

Laut einer aktuellen Schätzung sind in Deutschland etwa 860.000 Menschen wohnungslos, Tendenz steigend. Trotz wachsender Zahlen von Baugenehmigungen und fertiggestellten Wohnungen ist offensichtlich, dass sich der Ausstieg der öffentlichen Hand aus dem Wohnungsbau nun in steigender Wohnungsnot niederschlägt. "Die SPD-Bundestagsfraktion sieht dringenden Handlungsbedarf für mehr sozialen Wohnungsbau. Wir wollen deshalb den von Bundesbauministerin Hendricks eingeschlagenen