Flächennutzungsplan: Nächstes Planungsstadium

Kommunalpolitik

Bereits überarbeitet: Der bisherige Flächennutzungsplan - (c) Büro Weinzierl

Nachdem bereits am 5. Oktober 2010 der Lentinger Gemeinderat den Aufstellungsbeschluß gefaßt hat, geht nun der überarbeitete Flächennutzungsplan in die nächste Phase: Während der öffentlichen Auslegung kann demnächst jeder Lentinger Bürger die beschlossenen Änderungen einsehen und seine Einwände vorbringen. Auch über das Internet soll der Entwurf abgerufen werden können.

Mehr als zwei Jahre sind seit der ersten Entscheidung, den Flächennutzungs- und Landschaftsplan zu überarbeiten, vergangen. Entstanden ist seitdem ein 65seitiges Geheft, in dem die räumliche Entwicklung der Gemeinde in den nächsten 15 bis 20 Jahren aufgezeigt wird. Der Umfang der beabsichtigten Maßnahmen ist groß: Weitere rund 50 Hektar der gerade mal 850 Hektar fassenden Gemeindefläche sollen der Wohn-, Gewerbe- und Gemeinbedarfsbebauung zugeführt werden, so das langfristige Ziel des Flächennutzungsplans. Weitere 15 bis 30 Hektar müssen deshalb auch zu ökologischen Ausgleichsflächen umgewidmet werden. Mit den aktuell bereits bebauten 200 Hektar werden damit etwa 30 Prozent der Gemeindefläche nicht-landwirtschaftlich genutzt werden. Naturnahen Landschaftsgebieten kommen deswegen im Flächennutzungs- und Landschaftsplan eine besondere Bedeutung zu. Ausgleichsflächen müssen geschaffen, Einzelmaßnahmen zum Landschaftsschutz sollen getroffen werden, um den ökologischen und klimatologischen Zustand möglichst zu erhalten. Besondere Bedeutung wiederfährt hierbei der Bachaue, die weitgehend von einer weiteren Bebauung freigehalten werden soll. Die als Naherholungsgebiete dienenden Wälder sollen mit heimischen Laubgehölzen aufgeforstet werden, während die östliche Auenlandschaft von einer weitergehenden Bepflanzung freigehalten werden soll. Eine Veränderung im Landschaftsbild wird die Gewerbe­gebiets­aus­wei­sung verursachen, die sich (bei teilweiser Umwandlung bisher geplanter Industriegebiete) wie folgt darstellt:
  • 16,50 ha nördlich der Bahnhofstraße,
  •  7,73 ha südlich der Bahnhofstraße,
  • 11,73 ha nördlich der Sportanlage "Am Bergfürst"
Das nördlich der TAL bisher als Industriegebiet ausgewiesene Gelände mit 15,53 ha soll dagegen wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Für künftige Wohngebiete sind zudem ca. 10,3 ha im Süden und Südwesten Lentings geplant. Anzumerken ist dabei, daß mit den neu ausgewiesenen Wohn- und Gewerbeflächen (mit Ausnahme des im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans geplanten "Nordparks") noch kein Baurecht verbunden ist. Dies entsteht erst mit der Schaffung von Bebauungsplänen. Zur Bürgerinformation ist im Laufe der Auslegungsphase auch eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant. Dort können auch Einwendungen gegen die Planungen eingebracht werden.
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