SPD-Gesprächsforum zeigt Verbindendes und schafft Klarheit über Standpunkte

Wirtschaft

Die Arbeitswelt in der Region näher zu hinterfragen ist das Ziel, das sich der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven John auf die Fahne geschrieben hat. Dazu hat der SPD-Unterbezirk den Generalbevollmächtigten der Audi AG, Dr. h.c. Andreas Schleef, DGB-Regionalvorsitzenden Karl-Heinz Katzki
und den Vorsitzenden der SPD Oberbayern, MdB Ewald Schurer zu einer
Podiumsidiskussion geladen. Fast über 100 Interessierte sind der Einladung gefolgt und konnten erfahren, welche Thesen z. B. Schleef vertritt.

"Die Rolle der Arbeitswelt wandelt sich, wobei das lebenslange Lernen, die Flexibilität und auch die Mobilität immer mehr in den Vordergrund tritt". Dabei führte Schleef aus, dass sich im Durchschnitt jeder Arbeitnehmer bei Audi 1 Woche im Jahr weiterbildet und gab zu bedenken, dass mit der sog. Frühverrentung auch viel Wissen in der Wirtschaft verloren geht. Aus Sicht der Gewerkschaft liegt nach Meinung von Karl-Heinz Katzki die Weiterbildung im Interesse des Personals. Er ist dafür, dass der Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer ausgebaut wird.

Anschließend streifte die Diskussion das Thema Globalisierung. Katzki sieht die Globalisierung nicht nur positiv, sie führt auch bei uns in der Region zur Zeitarbeit und zur Verlagerung von Produktionsarbeitsplätzen. Ewald Schurer (MdB) machte dabei deutlich, dass sich die Politik mit der Frage befassen muss, ob sie die Beschleunigungsprozesse noch gestalten kann. Die SPD ist dabei für eine sinnvolle Ordnungspolitik und nicht für den Rückzug des Staates. Dazu braucht die Gesellschaft soziale Strukturen und die Manager brauchen, wie bei Audi, soziale Kompetenz.

Beim Thema Rente mit 67 erhält der DGB "Schützenhilfe" von Dr. h.c. Andreas Schleef, für ihn ist dies ein Rentenkürzungsprogramm. Dafür erhielt Schleef starken Applaus und viel Zustimmung aus dem Publikum. Katzki wurde von Sven John gefragt, ob er nicht das DGB-Rentenmodel erläutern könnte. Dieser nahm die Gelegenheit wahr und verglich das Model des DGB mit einer Art Bürgerversicherung für die Rente. Zum Schluss wünschte Sven John, dass die Betriebe in der Region ordentliche Gehälter zahlen sollten, um konsumieren und sparen zu können. "Wenn sie dann noch SPD-Gewerkschaftsmitglied wären und auch noch Audi fahren würden, würde es unserer Region und Bayern noch viel besser gehen".

 

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Aktuelles

Bundeskanzlerin Merkel und FDP-Chef Lindner haben zur Digitalisierung Deutschlands in den letzten Monaten große Ankündigungen gemacht. Davon ist bei den "Jamaika"-Sondierungen wenig zu sehen, kritisiert Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Mit "Trippelschritten" könne Deutschland seinen gewaltigen Rückstand nicht aufholen. "Im Bereich Digitalisierung wagt Jamaika keinen großen Wurf. Das Zukunftsthema Nummer eins wird wie ein Randthema behandelt.

Laut einer aktuellen Schätzung sind in Deutschland etwa 860.000 Menschen wohnungslos, Tendenz steigend. Trotz wachsender Zahlen von Baugenehmigungen und fertiggestellten Wohnungen ist offensichtlich, dass sich der Ausstieg der öffentlichen Hand aus dem Wohnungsbau nun in steigender Wohnungsnot niederschlägt. "Die SPD-Bundestagsfraktion sieht dringenden Handlungsbedarf für mehr sozialen Wohnungsbau. Wir wollen deshalb den von Bundesbauministerin Hendricks eingeschlagenen