Schule muss wieder Spass machen - Bildungspolitische Veranstaltung in Mörnsheim

Bildung

Mit Spannung wird erwartet, was der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven John, der "im wirklichen Leben" Sparkassenbetriebwirt ist, zu sagen hat. Nach der Begrüßung durch SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hans Stöckl, steigt John gleich in das Thema ein. "Jetzt beginnt der Ernst des Lebens", so beginnt John und berichtet über den Schulalltag, wie er sich ihm darstellt.

Er betont, dass die Kinder möglichst lange in einer Schule sein sollten und dass eine moderne Bildungspolitik die Vielfalt fördern muss. In der Schule müssen die Kinder nach Ansicht von Sven John lernen, mit Begeisterung zu lernen. "Man kann sich im Leben nämlich auch nichts aussuchen", so John weiter, "daher ist die Vorbereitung in der Schule so wichtig". Er berichtet über die Vorzüge einer Ganztagsschule und über die Möglichkeit, Kinder möglichst lange in der Schule zusammen zu lassen. Auch schildert er die Situationen an der G 8, wie sie sich im Alltag eingeführt hat. Vier Jahre nach der Umwandlung vom G 9 nach der G 8 fehlt nach Auffassung von Sven John immer noch ein schlüssiges Gesamtkonzept.

Die Bildungspolitik in Bayern beschrängt sich aufs Ankündigen, Aussitzen, Herumdoktern und Verkünden, mehr wird nicht geboten, meint der Redner. Gleichzeitig preist er die Forderung der SPD an: "Wir wollen mehr Investitionen für unsere Schulen, wir wollen, dass fehlende Lehrerstellen endlich besetzt werden und wir wollen kleinere Klassen". Oberbürgermeister Arnulf Neumeyer, der auch in seiner Eigenschaft als Schulverbandsvorsitzender nach Mörnsheim gekommen ist, bläst in das gleiche Horn. Dabei unterstreicht er den Gedanken der langen gemeinsamen Schulzeit von der 1. bis zur 8. Klasse und berichtet, dass in skandinavischen Ländern der Unterricht bis 15:00 Uhr dauert. "Wir sollten das dreigliedrige Schulsystem in dieser Form abschaffen", so Neumeyer weiter. Zudem wäre es sinnvoller, wenn die Kinder in Mörnsheim so lange wie möglich in der Schule bleiben könnten, damit sie den Bezug zu ihrer Gemeinde und ihrem Wohnort nicht verlieren.

Im Anschluss an die Vorträge wird rege über das Gesagte diskutiert. Dabei wird das Für und Wider einer Ganztagsschule erörtert und kritisch hinterfragt. Hans Stöckl fasst die Diskussion zum Schluss zusammen und stellt fest, dass sich gerade die Kommunalpolitker noch mehr mit diesem Thema auseinandersetzen sollten.

 

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