Information und Unterhaltung zum Politischen Aschermittwoch

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Politischer Aschermittwoch 2006: Ludwig Wittmann

"Bürgernähe heißt für mich, jederzeit und überall ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger zu haben" begann Ludwig Wittmann seine Ausführungen zur "Politik für Lenting". Für ihn richtet sich Politik nach den Bedürfnissen der Bürger, der Machbarkeit und den Interessen der Allgemeinheit, erteilte Wittmann eine Absage an die Reißbrettpolitik.

Wittmanns Ausführungen zu den in der vergangenen Legislaturperiode geleisteten Vorhaben beschränkten sich auf die wichtigsten Vorhaben, so z.B. die Sanierung des Bau I der Schule, den Erwerb der Bahntrasse und des Bahnhofsgeländes sowie den Radwegebau nach Wettstetten. Einen breiteren Rahmen in seinem gut einstündigen informativen Vortrag nahmen die Vorhaben der Zukunft ein, wie die anstehende Sanierung der Wettstettener Straße und der Straße Am Schanzl, die Planungsvorhaben für das Bahnhofsgelände sowie der Stand des Autobahnanschlusses Lenting-Ost und der Umgehung Gaimersheim.

Als unverständlich, wenn auch zumindest mit finanziell positiven Auswirkungen für den Schulverband Lenting befand Wittmann die Auflösung der Teilhauptschulen Stammham und Wettstetten, die beide nun in Lenting angesiedelt sind. Als bürokratisch und zeitraubend sieht Wittmann auch die bei den Gemeinden angesiedelte Aufgabe, das vom Freistaat beschlossene Büchergeld "einzutreiben".

Einen breiten Rahmen nahm auch das Thema "Verkehr" ein. Durch die Sanierung der Wettstettener Straße, mit deren Beginn für April diesen Jahres gerechnet wird, werde der Verkehr über die Autobahnkreuzung umgeleitet - ein Verkehrskollaps an dieser Stelle wird insbesondere zu Berufsverkehrszeiten zu erwarten sein. Mit dem In-Ter-Park, der Realschule Kösching-Lenting und den sich in diesem Bereich abzeichnenden Ansiedlungen von Einzelhandelsgewerbe wird bis zur Verwirklichung des Autobahnanschlusses Lenting-Ost sowie der Umgehung Lenting-Kösching auch im Bereich der Bahnhofstraße der Verkehr weiter zunehmen. Vordringlichstes Ziel ist deshalb, diese längst überfällige Straßenbaumaßnahme endlich zum Abschluß zu bringen, so Wittmann.

Ludwig Wittmann stehe gerne für die nächsten sechs Jahre als Bürgermeister zur Verfügung, und bat abschließend um das Vertrauen der Bürger für die am 12. März stattfindende Wahl.

SPD-Vorsitzender Christian Tauer, der zum politischen Aschermittwoch gleich zwei Vertreter aus dem Unterbezirk, nämlich Elisabeth Kreis und Dieter Betz, sowie aus dem Bezirk Oberbayern Beate Ferstl begrüßen konnte, brachte anschließend in Vertretung von "Bruder Barnabas" einen Rückblick auf die Bundes- und Landespolitik.

Vom Rundflug des neuen "bayerischen" Papstes Benedikt über seinen Heimatort berichtete Tauer über den "Flug" der Schulministerin Hohlmeier aus ihrem Amt und über die Tätigkeiten ihres Amtsnachfolgers, dem "Märchenonkel" Schneider aus Wettstetten.
Mit dem Datum 22. Mai begann Tauer einen Ausflug über den vorgezogenen Bundestagswahlkampf, beginnend mit der "Ausrufung" der Neuwahlen über die "Unterstützungskampagne der Union" für die SPD, namentlich die verbalen Ausrutscher des "Professors aus Heidelberg" und des Fünfminutenkanzlers Stoiber, der die Ostdeutschen als "Frustrierte", die "nicht über Deutschlands Zukunft bestimmen" dürften, titulierte.
Auch Glos, Beckstein, der Minister für "grippale Vogelinfekte" Horst Seehofer oder die Kanzlerkandidatin ("Angie aus der Uckermarck, liebevoll auch Hosenanzug genannt") bekamen trotz oder gerade wegen der nun herrschenden Großen Koalition ihr Fett weg.

Kritik übte Tauer allerdings auch an den Vertretern der eigenen Partei: Wo im Wahlkampf noch die "Merkelsteuer" seitens der SPD plakatiert wurde, erwartet den Bürger nun die "Müntesteuer". Auch scheint Tauers Meinung zufolge trotz neuer Parteispitze noch der alte Vorsitzende Müntefering "die Fäden in der Hand" zu haben.

"Wie viel bleibt deshalb in Zeiten der Großen Koalition noch von dem, für was wir kämpfen?" fragte Tauer abschließend in die Runde, und gab die Antworten gleich mit: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine gerechte Lohn- und Beschäftigungspolitik, ein Beibehalten am Atomausstieg und eine Friedenspolitik nach dem Vorbilde Schröders seien Ziele, die auch in der neuen Regierung von den Sozialdemokraten unbedingt verfolgt werden müssen.

 
 

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