Bildungspolitik der Staatsregierung ist von gestern

Bildung

SPD-Landratskandidat Sven John weist die von Kultusminister Schneider im Bericht aus der Kabinettssitzung erhobenen Vorwürfe, die SPD blende mit der Forderung nach einer längeren gemeinsamen Schulzeit die Lebenswirklichkeit aus, zurück.

"Die Staatsregierung liefert ja in ihrer Pressemitteilung gleich die Gründe mit, warum unsere Forderung sinnvoll ist: Wer für mehr individuelle Förderung eintritt, wer unterschiedliches Lernverhalten von Kindern zur Kenntnis nimmt und wer deren unterschiedliches Potential kennt, der kann nicht zulassen, dass sich die gesamte Schullaufbahn im 10. Lebensjahr der Kinder entscheidet", erklärt John. "Das, was die Staatsregierung an Bayerns Schulen praktiziert, berücksichtigt eben nicht die Individualität der Schülerinnen und Schüler. In Bayern müssen sich die Schülerinnen und Schüler immer noch an die Schule anpassen. Umgekehrt wäre es besser."

Das Kultusministerium gehe darüber hinaus nicht auf die Sorgen und Nöte von Schülern, Eltern und Lehrern ein. Bestes Beispiel seien die vor einigen Monaten im Kultusministerium abgegebenen 180 000 Unterschriften zu Unterrichtsausfall und Lehrermangel: "Schneider hat sie entgegen genommen, abgelegt und ist zur Tagesordnung übergegangen. Es wäre besser für die Staatsregierung, wenn sie sich weniger damit beschäftigen würde, die Vorschläge der SPD für eine nachhaltige Schulpolitik zu kritisieren und sich stattdessen daran machen würde, auf die Eltern einzugehen und die Rahmenbedingungen für das Lernen zu verbessern."

Weiter gelte: Mittelfristig sei eine längere gemeinsame Schulzeit ebenso erforderlich wie eine flächendeckende Einführung der Ganztagsschule. "Bleibt Schneider bei seiner dogmatischen Haltung, besteht die konkrete Gefahr, dass Bayern von der nationalen und internationalen Schulentwicklung abgehängt wird. Das ist weder im Interesse von Schülern, Eltern und Lehrern noch im Interesse der bayerischen Wirtschaft." Sven John unterstreicht in diesem Zusammenhang die jüngste Forderung des Chefs der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Randolf Rodenstock: "Wir brauchen eine Bildungsrevolution."

 

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