Wiederwahl mit 16 Stimmen

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Er zählte die Häupter seiner Lieben – es waren 16 – und alle gaben ihm ihre Stimme. Damit war Christian Tauer für seine vierte zweijährige Periode als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Lenting gewählt. Mit so wenig Stimmen schaffte dies vor ihm noch niemand.

Über Gründe für den schlechten Besuch dieser Jahresversammlung wurde nicht weiter geredet. Dagegen nannte Tauer in seinem Jahresbericht an die 20 Termine, denen zufolge man auf reges Leben in der SPD schließen konnte. Dazu zählten vor Ort die gut frequentierte 30. Sonnwendfeier auf dem Bergfürst, erstmals das Fußball-Damenjugendturnier, zwei Seniorennachmittage, der Jurafeststammtisch und erstmals in der Hofmark die fröhliche Jahresabschlussfeier.

Mit 73 Mitgliedern hat sich der Stand einigermaßen gehalten. Vorsitzender Tauer bedankte sich bei seinem Vorstand "für tolle Organisation und gute Einfälle" sowie bei allen Helfern.

In der Kasse von Karl-Heinz König waren die Einnahmen gegenüber den Ausgaben etwas höher; um die 5000 Euro beträgt der aktuelle Barbestand.

Die Vorstandswahl ergab an der Spitze keine Veränderung. Vorsitzender Tauer wurde wiedergewählt, auch zweiter Vorsitzender Werner Kral und Kassier Karl-Heinz König blieben dabei, neu hinzu kam Alfred Schlachtmeier als Schriftführer. Beisitzer sind Rita Fürst und Sepp Möhrle, Kassenprüfer Paul Lütkenhaus und Lisa Holzapfel. Auch acht Delegierte für den Unterbezirk wurden gewählt.

Die Grußworte wurden als ausführliche Beiträge zur politischen Lage genutzt. So haute zuerst Bürgermeister Ludwig Wittmann auf den Putz und monierte die mangelnde Verkehrsplanung der Stadt Ingolstadt im Norden. Die Stadt nehme auf die Bedürfnisse ihrer Nachbarn keine Rücksicht. Die Einmaligkeit einer Staatsstraße 2335 bei Wettstetten, auf der der Verkehr nur in eine Richtung laufe, sollte der Staat endlich beseitigen, weil, "wir Lentinger leiden unter dieser Maßnahme." Dem bayerischen Staat hielt er vor, er habe ein Grundstück für den Bau der Ortsumfahrung Lenting/Kösching gekauft, es dann verkommen lassen und schließlich zum Schutzgebiet für seltene Vogelarten erklärt.

Zur Finanzierung des Schulneubaues Lenting mit bis zu zwölf Millionen Euro bemerkte der Bürgermeister, dies sei zwar hart, aber mit einer Million vom Staat und eigenen angesparten Mitteln sei es zu machen.

Der Landtagsabgeordnete Achim Werner ärgerte sich ebenfalls über die Landesregierung, wobei ihm die bayerische Bezeichnung "Gschwoischedln" für "die da oben" einfiel. Werners zornige Worte richteten sich unter anderem gegen den Einstieg der Landesregierung bei der österreichischen Hypo-Group-Alpe-Adria.

Die CSU in Ingolstadt sieht Werner auf gefährlichem Terrain. Da würden munter Wohngebiete ausgewiesen, aber ohne Konzept für den zunehmenden Straßenverkehr. Dies gelte auch für die Nordumgehung Gaimersheim und deren Durchbau bis zur Staatsstraße bei Etting. "Wir Sozialdemokraten verstehen uns als Partner auch der Kommunen in der nördlichen Umgebung", versicherte Werner.

Dies hörte auch der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven John gerne. Er war mit Juso-Stellvertreterin Svenja Linnhoff gekommen und gab einen Einblick in die Arbeit der SPD im Landkreis Eichstätt.

Donaukurier vom 25.03.2010 - Hans Greis

 
 

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