Resolution des SPD- Unterbezirks Eichstätt zur Bildungspolitik

Bildung

Zu Gast beim Unterbezirks-Parteitag: Hanns-Ulrich Pfaffmann, MdL (2. v.l.)

Auf dem Unterbezirks-Parteitag der SPD im Landkreis Eichstätt zum Thema Bildung am vergangenen Samstag, 25. November, zu dem auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, MdL Hans-Ulrich Pfaffmann über die Bildungspolitik im Freistaat Bayern und zu den Forderungen der BayernSPD in diesem Sektor referierte, haben die Delegierten einstimmig folgende Resolution verabschiedet:

Resolution des SPD- Unterbezirks Eichstätt zur Bildungspolitik Der SPD- Unterbezirk Eichstätt schließt sich den Fordrungen der SPD-Landtagsfraktion zur Verbesserung der bayerischen Bildungspolitik unter dem Motto: “Für ein gescheites Bayern - keiner darf verloren gehen“ an. Wir unterstützen die Vorschläge, im Haushalt 2007/2008 zusätzliche Mittel zur Verbesserung der Bildungslandschaft in Bayern bereitzustellen. Insbesondere treten wir für folgende Forderungen ein:
  1. Erhalt wohnortnaher Schulen: Die dauerhafte Sicherung der Schulstandorte von Grundschulen und Hauptschulen in den ländlichen Regionen des Landkreises ist zu gewährleisten und auch eine Begrenzung der Schulwege verpflichtend zu garantieren. Die erforderlichen Mittel für den Erhalt und die Sanierung der bestehenden Schulhäuser sind den Kommunen aus einem Sonderinvestitionsprogramm bereitzustellen.
  2. Aufstockung des pädagogischen Personals: Die Bildung kleinerer Klassen verbessert die individuelle Förderung und Integration lernschwächerer Schüler. Dies ist Grundlage für die Zukunftsfähigkeit der jüngeren Generation bei der Vorbereitung auf ihre Aufgaben in Arbeit und Gesellschaft. Außerdem sind die bestehenden Unterrichtsausfälle und Mehrbelastungen des Lehrpersonals an den Schulen durch Einstellung von zusätzlichen Lehrern auszugleichen.
  3. Wiedereinführung der Lehrmittelfreiheit: Die Einführung des Büchergeldes verursacht gerade bei einkommensschwachen und kinderreichen Familien in Stadt und Land eine unsoziale Zusatzbelastung der Eltern und stellt für ihre Abwicklung bei Lehrern, Schule und Kostenaufwandsträgern unverhältnismäßige Mehrbelastungen dar, die für die eigentliche pädagogische Arbeit dann fehlen. Es widerspricht auch dem Bürokratieabbau in den Verwaltungen. Da Bildung nicht vom Geldbeutel abhängen darf, fordern wir die Abschaffung des Büchergeldes.
  4. Flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen: Auch im Landkreis Eichstätt sind für alle Schularten Ganztagsschulen überall dort anzubieten, wo Eltern und Schule dies wünschen. Da der Freistaat Bayern die bereitgestellten Bundesmittel für das Sonderprogramm Ganztagsschulen bereits zum Ausbau der G8 ausgeschöpft hat, ist er den anderen Schularten gegenüber in der besonderen Verantwortung, hierfür eigene Finanzmittel bereitzustellen.
  5. Bedingte Einführung von Kombiklassen: Die Rückbesinnung auf jahrgangskombinierte Klassen stellt ein diskussionsfähiges, sinnvolles pädagogisches Konzept bei rückläufigen Schülerzahlen dar, welches auch in unseren ländlichen Regionen dem Erhalt wohnortnaher Schulen dienen kann. Wir stimmen diesem Weg unter der Voraussetzung zu, dass er Rahmenbedingungen entspricht, wie, eine ausreichend und vernünftig durchdachte Vorplanungsphase, limitierte Klassenstärken auf 20 und eine entsprechende Erhöhung der Lehrerstundenzuweisung. Keineswegs dürfen Kombiklassen Ziel eines getarnten Sparmodells dienen.
 

Homepage SPD-Unterbezirk Eichstätt

 

Aktuelles

Die SPD geht wegen grober Verstöße gegen die Grundsätze der journalistischen Ethik gegen einen Bericht der BILD von heute vor und wendet sich an den Deutschen Presserat. Die SPD hat den Medienrechtsanwalt Prof. Dr. Christian Schertz mit den entsprechenden Schritten betraut. Der Bericht "Dieser Hund darf über die GroKo abstimmen" ist in seiner Kernaussage falsch,

Der Koalitionsvertrag im Überblick: hier gibts den Flyer zur Synopse. Neue Argumentationshilfen für Eure Diskussionen vor Ort gibt es hier.   Bei einer ersten Durchsicht des Koalitionsvertrages haben wir uns die drei vom Bonner Parteitag festgelegten Punkte, die konkret wirksame Verbesserungen gegenüber dem Sondierungspapier darstellen sollten, genauer angeschaut. Zwei davon - der Ausstieg aus der Zwei-Klassen-Medizin und eine weitergehende Härtefallregelung für Bürgerkriegsgeflüchtete -