Planung der Urnenwand auf Friedhof schreitet voran - Hackschnitzelheizung für die Turnhalle erhält keine Mehrheit

Kommunalpolitik

Lediglich sechs Tagesordnungspunkte fanden sich auf der Einladung zur Gemeinderatssitzung am gestrigen Dienstag, 6. Februar. Alleine der erste, die Errichtung einer Urnenwand auf dem Lentinger Friedhof, beschäftigte das Gremium mehr als eine Stunde.

Geladen zur Sitzung waren Vertreter der Firma Keller-Bau, die ihr auf Beton basierendes Konzept einer Urnenwand vorstellten und fünf auf den vorgesehenen Standort auf dem Friedhof angepaßte Entwürfe als Fotomontage präsentierten.

Obwohl sich nach kurzer Diskussion im Gemeinderat bereits der Vorschlag Nr. 5, eine abgestufte Lösung mit Natursteinverkleidung als Favorit heraus kristallisierte, bedürfte das Umfeld nach Meinung einiger Räte einer zusätzlichen Planung. Nach längerer Diskussion, bei der von einzelnen Gemeinderäten sogar eine Abkehr von Konzept und damit Standort in Erwägung gezogen wurde, fand sich schließlich doch eine Mehrheit für den präferierten fünften Konzeptentwurf.

Die dann folgende Abstimmung über die weitere Vorgehensweise zur Umfeldplanung endete zunächst in einer Pattsituation. Um die sich schon über Monate hinziehende Diskussion zu beschleunigen, wiederholte Bürgermeister Ludwig Wittmann schließlich die Abstimmung und sorgte letztlich mit seiner eigenen Stimme -trotz grundsätzlicher Ablehnung- für eine Mehrheit des CSU-Vorschlages auf Einholung eines Kostenvoranschlages für einen Landschaftsplaner.

Die Dreifachturnhalle und der Bau III der Lentinger Volksschule werden künftig mit Öl beheizt. Nach einer Kostenermittlung über die Ausstattung mit einer Hackschnitzelheizung sahen viele Gemeinderäte deren Anschaffungskosten im Vergleich zu einer Öl- oder Gasheizung als zu hoch an.

Gemeinderat Alfred Schlachtmeier, der sich in den vergangenen Jahren mehrfach für den Einsatz erneuerbarer Energien in gemeindeeigenen Anlagen eingesetzt hatte, setzte sich kritisch mit der Kostenaufstellung auseinander, konnte sich aber gegen die breite Mehrheit im Gemeinderat nicht durchsetzen. Im Hinblick auf die bereits im Objekt vorhandenen, insgesamt 100.000 Liter fassenden Öltanks und dem im Vergleich zu Gas günstigeren Einkaufspreis für Heizöl entschlossen sich die Gemeinderäte schließlich für eine Ölheizung.

Vertagt wurde der Antrag der Firma K.E. Power Station GmbH auf Verlegung einer 20kV-Anschlußleitung im Gewerbegebiet. Dort sollen -wie bereits in den Medien berichtet- sechs Blockheizkraftwerke errichtet und der gewonnene Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden.
Der Gemeinderat hatte sich bereits gegen dieses Bauvorhaben ausgesprochen und die Angelegenheit zur emissionsschtzrechlichen Überprüfung an das Landratsamt weitergegeben, das inzwischen einen Gutachter eingeschaltet hat.

Auch in der Bevölkerung stößt dieses Bauvorhaben auf erheblichen Unmut und Ablehnung. Neben Bedenken über Geruchs- und Lärmbelästigungen für die Anwohner wurde insbesondere die mangelnde Informationspolitik der Betreiber bemängelt.
Gemeinderätin Monika Greis wies zudem darauf hin, daß es sich bei dem zur Verwendung kommenden Pflanzenöl mitnichten um heimisches Rapsöl handle sondern um Palmöl, das per Schiff aus Drittländern eingeführt werde.

Keine Einwände gab es gegen die Vereinbarung mit der Straßenbaubehörde, eine Linksabbiegerspur auf der St 2335 zur Einfahrt der Firma Kessel zu errichten.

Dem Antrag des Gemeinderats Josef Mirlach, am Dorfweiher weitere Bäume anzupflanzen, konnte sich der Gemeinderat nicht anschließen. Auch der Vorschlag, am Gehweg zum Friedhof eine einseitige Allee anzupflanzen, fand keine Zustimmung - der Charakter des weitläufigen Wiesentales ginge sonst verloren.

Der SPD-Ortsverein Lenting lädt nach jeder Gemeinderatssitzung zu einem Diskussions- und Plauderabend im Café Stadtblick ein. Auch interessierte Nichtmitglieder sind herzlich in unseren Reihen willkommen!

 
 

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