Pausenhof-Gestaltung dominiert Gemeinderatssitzung

Kommunalpolitik

In der Juni-Sitzung des Lentinger Gemeinderates stand der Schulhausneubau wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Neben etlichen Nachträgen zu einzelnen Gewerksvergaben musste der Gemeinderat auch über die Aufhebung der bereits erfolgten Ausschreibung der Außenanlagen entscheiden: Die beiden eingegangenen Angebote überschritten die hierfür eingeplante Summe von 500 000 Euro bei weitem. Anlaß auch, um die bereits festgelegte Planung des Außenbereichs nochmals zu überarbeiten.

Architekt Wolfgang Obel legte hierzu für den Innenhof wie auch für den Verkehrsübungsplatz Detailzeichnungen vor. Der Baum- und Strauchbestand im Pausenhof soll demzufolge erhalten bleiben; zusätzlich soll vor den Räumen der IgEL-Gruppe ein Grünbereich mit fünf Stadtbirnen angelegt werden. Der Verkehrsübungsplatz wurde in Details nochmals überarbeitet, auch hier soll mehr Grün vorherrschen. Nach langen Diskussionen um das Für und Wider der einzelnen Grünbereiche und Appellen des Rektors Willibald Schels konnten beide Planungen ohne weitere Änderung eine mehrheitliche Zustimmung im Gemeinderat finden.

Abgelehnt wurde jedoch der -auch vom Rektor empfohlene- Vorschlag des Architekturbüros, auf dem ebenerdigen Pflasterbereich des geplanten „Amphitheaters“ eine glasüberdachte „Bühne“ zu errichten. Während ein Teil der Gemeinderäte diesen Resonanzkörper auch architektonisch für gut befand, wurde andererseits argumentiert, daß man primär einen Pausenhof baue und keine Stätte für Theater- und Musikdarbietungen. Nach einer knappen Abstimmung von 8 : 6 Stimmen gegen den Entwurf wurde jedoch auf Vorschlag des Architekten die Bühne aus der Außenanlagenplanung genommen und damit Zeit geschaffen, alternative Entwürfe zu einem späteren Zeitpunkt zu beschließen.

Zuschüsse für Feldwege und Kindergarten

Neben dem Schulhausneubau standen etliche weitere Punkte auf der Tagesordnung, so zum Beispiel auch die Vergabe von Zuschüssen für den Feldwegeausbau an die Jagdgenossenschaft (3.000 Euro) oder an die Kirchenstiftung zur Neueinrichtung eines Bewegungsraumes im Kindergarten St. Nikolaus. Hierfür hat der Gemeinderat einen Zuschuß in Höhe der ungedeckten Kosten, maximal rund 16.000 Euro, in Aussicht gestellt.

Raumordnungsverfahren für „Nordpark“ grundsätzlich positiv beurteilt

Zum geplanten Lebensmittelvollsortimenter im Norden Lentings wurde die landesplanerische Beurteilung den Fraktionen zur Kenntnis gebracht. Der Regierung von Oberbayern zufolge steht man den Planungen grundsätzlich positiv gegenüber. In den kommenden Wochen und Monaten soll hierzu dem Gemeinderat nun die Detailplanung des Investors vorgestellt werden und das Verfahren für einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan eingeleitet werden.

Aus allen drei Fraktionen kamen jedoch vereinzelt auch kritische Stimmen. So war bereits der Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern zu entnehmen:

Durch die Ansiedlung der Fachmärkte kann die Versorgungssituation Lentings und die der benachbarten Orte verbessert werden. Durch die Ansammlung der gleichzeitig geplanten kleinflächigen Fachmärkte am Ortsrand sind allerdings Auswirkungen auf den Ortskern und benachbarte zentrale Orte anzunehmen. Der Regierung fordert daher deren Verkaufsflächen, insbesondere die des Drogeriefachmarktes, fachkompetent zu überprüfen und sofern sich negative Auswirkungen auf die Versorgungsstruktur Lentings ergeben, gegebenenfalls auch zu reduzieren.

Daneben wird zum Beispiel auch auf ein zusätzliches Verkehrsaufkommen mit bis zu 3.800 Fahrzeugen täglich hingewiesen. Auch aus den gehörten Kommunen und Verbänden wurde teilweise Kritik geübt. In den kommenden Sitzungen obliegt es also dem Gemeinderat, die berechtigten Interessen mit den Zielen des Investors abzuwägen. So sieht bspw. das Bebauungsplanverfahren auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor.

 
 

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