In der Hofmark: SPD-Kandidaten vorgestellt

Wahlen

Gute Stimmung bei der Lentinger SPD. Anlass dazu gab allein der Besuch bei ihrer Wahlveranstaltung mit der Überschrift "Kandidaten stellen sich vor". Nahezu an die 150 Besucher wollten hören und sehen, wen die Sozialdemokraten auf ihrer Liste haben.

Mit einem derartigen Zulauf hatte kaum jemand gerechnet. Weder Ortsvorsitzender Klaus-Dieter Tuchen noch der Unterbezirksvorsitzende Sven John, der richtig überwältigt war, wie er seine Freude ausdrückte. Zwei Monate vor der Wahl im März sollten die Kandidatinnen und Kandidaten der Öffentlichkeit vorgestellt werden und sich über ihre Vorstellungen äußern können.

Die 16 Plätze auf der SPD-Vorschlagsliste wurden intern bereits im Oktober besetzt. Ihren Namen der Reihe nach: Wilfried Holzapfel, Rosa Hierl, Ludwig Grail, Elvine Oliar, Helmut Bierwagen, Christa Walkhoff, Klaus-Dieter Tuchen, Josef Schneider, Gerhard Kraemer, Stephan Nerger, Herbert Suppmayer, Alexander Dick, Werner Kral, Heidi Stümke, Josef Möhrle, Monika Greis. Fünf von ihnen gehören dem derzeitigen Gemeinderat an.

Je fünf Minuten Redezeit waren den Kandidaten zugestanden, um sich zu ihren Vorstellungen über die Arbeit im Falle ihrer Wahl zu äußern. Doch zuerst hatte Bürgermeister Christian Tauer ohne Einschränkung der Redezeit das Wort. Vor zwei Jahren gewählt, schilderte er die kommunale Situation wie aus den Bürgerversammlungen gewohnt. Schwerpunkte waren aktuelle Investitionen und deren Finanzierung, die Kassenlage allgemein und vor allem auch der neue Flächennutzungsplan.

Die fünf Frauen und elf Männer auf der Wahlvorschlagsliste der SPD stellten sich anschließend vor und sagten in verkürzter Form auch, was sie richtig und wichtig finden. Häufigste Vorgaben waren bodenständige Kommunalpolitik, besonders auch die Einbindung der Bürger und der Kontakt mit ihnen. Auch Jugendförderung und die Probleme älterer Bürger sollten einfließen, wobei sogar der Wunsch laut wurde, in Lenting doch auch an ein Altersheim zu denken. Es war eine lange Liste mit Punkten, an deren Ende auch Umwelt und Natur mit dem Erhalt von Grünflächen, Dorfverschönerung und Heimatpflege nicht fehlen durften.

Den Ehrenamtlichen gebühre Dank, erklärte UB-Vorsitzender Sven John, und dass sich die Leute von der Politik abwenden, wie häufig geklagt werde, könne man zumindest hier in Lenting nicht feststellen. Nach einem Streifzug durch die aktuelle Kreispolitik ("Wenn Geld da ist, kann man halt was machen") kam er auch auf die Notwendigkeit eines verbundenen ÖPNV-Netzes und mit Blick auf die geplante Außenstelle des Landratsamts in Lenting auf eine entsprechende Busverbindung quer durch den Kreis zu sprechen.

Foto und Text: Hans Greis

PS: Dieser Artikel wurde bis heute nicht im Donaukurier veröffentlicht.

 
 

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