Der Spezl - ein Leserbrief

Landespolitik

Jeder der einen Spezl hat, kann sich glücklich und zufrieden schätzen. Der Spezl ist immer für dich da. Er hilft dir, wenn du nicht weiter weißt, gibt dir Ratschläge oder geht mir dir einfach nur auf eine Halbe. Dass du deinen Spezl jederzeit anrufen kannst und mit ihm über alles sprechen darfst, was dich umtreibt, ist eh klar. Dafür sind Spezl schließlich da und darüber herrscht uneingeschränkte Zustimmung. Wer das nicht so sieht, ist einfach weltfremd und weiß einen Spezl nicht zu schätzen.

Wenn du aber der Büroleiter des Ministerpräsidenten bist und dann deinen Fürther Spezl anrufst und diesen gezielt nach privaten Dingen wie Alkoholprobleme oder Männerbekanntschaften seiner Chefin Gabriele Pauli befragst, schadest du nicht nur deinem Spezl, weil du ihn in Gewissenskonflikte bringst, nein, du schadest damit auch dir und deinem Chef, weil du sein Büroleiter bist.

Wenn dein Chef und Ministerpräsident dann auch noch aktuell von der Chefin deines Spezls, der Fürther Landrätin Gabriele Pauli, kritisiert wird, verlässt du mit deinem Verhalten die politischen Anstandsregeln und die Pfade der demokratischen Kultur. Du vermischst in diesem Moment nämlich "Spezl-Freundschaft" mit Tiefschlägen unterhalb der Gürtellinie an der Kritikerin deines Chefs und Ministerpräsidenten. Auch weiß man von Dir, dass du als Büroleiter des Ministerpräsidenten nichts ohne ihn machen darfst und jeden Schritt mit ihm abstimmen musst.

Dass nun dein Ex-Chef gerade von diesem Anruf bei deinem Spezl nichts wusste, kann glauben, wer mag. Dein Rücktritt war nun die Quittung für dein unrühmliches Verhalten.
Aber keine Angst, dein Ex-Chef und Spezl hilft dir sicherlich weiter und bringt dich in der bayerischen Ministerialbürokratie wieder unter. Zumal du ja der Öffentlichkeit erzählst, dass er von nichts wusste und du ohne sein Zutun bei deinem Spezl angerufen hast.

Leserbrief zum DK- Artikel vom 23.12.2006 "Rücktritt des Büroleiters Michael Höhenberger"

 

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