30 Jahre "LENTING AKTUELL"

Presse

Lenting Aktuell, Informationsblatt des SPD-Ortsvereins Lenting

Bereits seit 30 Jahren informiert die Lentinger SPD nun schon mit der "LENTING AKTUELL" die Lentinger Bürgerinnen und Bürger zur Politik vor Ort. Begonnen als einseitiges Flugblatt zur Bürgermeisterwahl 1978 mauserte sich das "Informationsblatt des SPD-Ortsvereins" schnell zu einer mehrseitigen Ausgabe mit Bildern und Texten aus dem aktuellen politischen Geschehen.

30 Jahre - eine gute Gelegenheit, Vergangenes einmal Revue passieren zu lassen, jedoch ohne den Gedanken, alte Dogmen wieder aufleben zu lassen.

Vor 30 Jahren - 1978: Am 5. März haben die Bürgerinnen und Bürger die Wahl: Franz Binder, seit 1956 Lentings Bürgermeister, kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Hans Greis stellt sich für die SPD als Nachfolger zur Verfügung. Das Ergebnis fällt mit 965 zu 894 Stimmen knapp, aber deutlich aus: Bürgermeister wird bis 1994 Michael Mirlach (CSU) sein.

Vor 25 Jahren - 1983: Großpolitisch hat man den "fliegenden Wechsel" der FDP von der bislang herrschenden Koalition mit der SPD zur CDU verkraftet. Schließlich wurde in Lenting bei der Landtagswahl ein Zweitstimmenergebnis von 39,08 % erzielt.

Im Fasching erinnert man sich nicht nur an Axel, den "Café-Hund", sondern auch an den einen oder anderen Versprecher "... und ich begrüße ferner auch alle Gemeindegeräte..." oder an lokale Fotografen: "Knipst Du mit Liebe und Genuß, der Schnappschuß ist der schönste Schuß"...

...was natürlich die eine oder andere Verstimmung hervorrief. Nichts desto trotz: Der Rathausneubau mit 4 Millionen Mark war ein darauf folgendes ernstes Thema, ebenso wie der Kommunalwahlkampf 1984:

Alfred Rigler, seit 1972 im Gemeinderat und Kreistagsmitglied seit 1978, trat gegen den amtierenden Bürgermeister an. Als Kandidaten für den Gemeinderat daneben auch (unter anderem) Hans Greis, Ewald Sager, Franz Xaver Wittmann, Klaus Müller und Josef Erl. Ein heißes Eisen damals: der sprichwörtliche "Scherbenhaufen", von dem nur mehr wenige Eingeweihte wissen, wer was zu wem zu welchem Thema gesagt haben will.

Das Ergebnis ist Geschichte: Michael Mirlach bleibt Bürgermeister, die bereits Genannten vertreten die Lentinger SPD im Gemeinderat, darunter Hans Greis bis 1996, Alfred Rigler bis 2002 und Ewald Sager bis 2008.

Verstorben vor 25 Jahren: Josef Fürsich. Er war von 1955 bis 1977 Vorsitzender der SPD Lenting, damit Gründervater der Lentinger Sozialdemokraten und am längsten amtierender Vorsitzender. Ihm, der 1950 in die SPD eintrat, verdankt die Lentinger SPD ein umfangreiches Archiv, das unter anderem bei der 50-Jahr-Feier im Jahr 2005 als Ausstellungsmaterial diente.

Bereits im Alter von 55 Jahren verstarb Josef Fürsich - viel zu früh, nachdem er 1959 in den Kreistag und 1966 in den Lentinger Gemeinderat gewählt wurde und sicherlich noch einige Jahre mehr Verantwortung übernehmen wollte.

Vor 15 Jahren - 1993: Die Vorsitzende der Lentinger SPD heißt inzwischen Monika Greis, im Gemeinderat sind Ludwig Wittmann, Josef Erl, Henriette Kipfelsberger, Klaus Müller, Ewald Sager, Hans Greis und Alfred Rigler vertreten. Unzufrieden ist man über die hohen Baulandpreise in Lenting, die insbesondere im Neubaugebiet Nord I zu einer Dichtbebauung führen.

Damals wie heute ein Thema: Die Umgehung Lenting-Kösching, damals noch als Wahllinie III im Raumordnungsverfahren bezeichnet. Auch die ICE-Planung stößt auf Ablehnung: Schon damals bestehen Bedenken hinsichtlich der Lentinger Wasserversorgung. Die VG Lenting-Hepberg wird aufgelöst, und der SPD-Ortsverein besucht Klingenthal im Vogtland.

Vor 10 Jahren - 1998: In Lenting wird über ein Gymnasium für den Landkreis Eichstätt nachgedacht. Jahre später steht zumindest eine Realschule auf dem Reißbrett - das Grundstück steht bereit. Bei drei Alternativen entscheidet man sich im Kreistag letztlich für den Standort zwischen Lenting und Kösching.

Dafür wird das Baugebiet Lenting-Nord II erschlossen - und auch der Dorfweiher, von dem man seitens der SPD-Fraktion damals zunächst nicht glaubte, daß er sich so recht mit Wasser füllen möge. Gerne befüllt worden wäre auch der Platz über dem Regenrückhaltebecken am Bergfürst mit 683 qm. Stattdessen errichtet wurde die heutige Freizeitanlage mit Stockbahnen, Basketball- und Volleyballfeld sowie Skaterbahn.

 
 

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