Fortschreibung des Flächennutzungsplans: Erste Arbeitsergebnisse

Kommunalpolitik

In der Novembersitzung des Lentinger Gemeinderats vergangenen Dienstag hat sich dieser erstmals damit beschäftigt, wie sich die Gemeinde in den kommenden 25 Jahren weiterentwickeln soll. Bereits vor gut einem Jahr ging an das Büro Weinzierl der Auftrag, den bestehenden Flächennutzungsplan samt Landschaftsplan zu digitalisieren. Dieser liegt nun vor, ebenso wie erste Arbeitsergebnisse des mit der Fortschreibung beauftragten Haupt-, Bau- und Umweltausschusses.

In der Gemeinderatssitzung stellte Herr von Spiessen vom Büro Weinzierl seine Auswertung und erste Diskussionsgrundlagen vor. Vor allem folgende acht Punkte werden in den nächsten Monaten vom Gemeinderat bzw. Ausschuß zu diskutieren sein:

  • Im Bereich des Bergfürsts sieht der derzeitige Flächennutzungsplan vor allem Freizeit- und Sportanlagen vor. Die nördlich gelegenen Flächen könnten dabei zu Gewerbeflächen umgewidmet werden.
  • Die Flächen südlich des ehemaligen Bahnhofsgeländes sind derzeit teils als Gewerbe-, teils als Industrieflächen in den Flächennutzungsplan einbezogen. Möglich wäre, diese ausschließlich als Gewerbeflächen mit der Option zur Errichtung eines Solarparks auszuweisen.
  • Die nördlich der TAL gelegenen Grundstücke sind derzeit als Industriegebiet ausgewiesen. Da diese nicht mehr als solche benötigt werden, könnte eine Umwidmung zu Landwirtschaftsflächen erfolgen.
  • Aufgrund eines Bauantrags aus dem Jahr 2007 im Bereich östlich des Baugebiets "Gänsberg" ist zu überlegen, ob dort zwischen Mailinger Weg und Autobahn Wohnbauflächen ausgewiesen werden können.
  • Südlich des Baugebiets "Hinter den Zäunen", sowie
  • westlich des gemeindlichen Friedhofs steht zu überlegen, ob dort ebenfalls eine Wohnbebauung zugelassen werden soll.
  • Im Bereich des Manterinbachs steht zur Diskussion, ob die Bachaue aus Gründen des Hochwasserschutzes, des Klimas, des Orts- und Landschaftsbildes sowie der Ökologie generell von Bebauungen freigehalten werden soll.
  • Für das Ökokonto sollen Schwerpunktflächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft gefunden werden.

Beschlüsse hierüber wurden in der vergangenen Sitzung nicht gefaßt. Da die Änderung des Flächennutzungsplans auch eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beinhaltet, werden in den kommenden Monaten sicherlich auch Änderungswünsche Lentinger Bürgerinnen und Bürger zu behandeln sein.

 
 

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